Wussten Sie, dass es in Arnstadt sage und schreibe 19 verschiedene Orte gibt, an denen die Musikerfamilie Bach gelebt und gewirkt hat? Noch heute hat Arnstadt so viele Originalschauplätze zu bieten, wie kein anderer Ort. Ob der Neideckturm, in dem einst Caspar Bach mit Frau und sieben Kindern lebte, ob das Bachhaus, in dem der junge Johann Sebastian regelmäßig ein- und ausging, und die Bachkirche, in der er seine erste Organistenstelle antrat, oder die Liebfrauen- und Oberkirche, in der Heinrich Bach 51 Jahre als Organist arbeitete… Wandeln Sie beim Bach-Festival-Arnstadt auf den Spuren des jungen Johann Sebastian Bach und seiner vielen Verwandten. ... weiterlesen


Johann-Sebastian-Bach-Kirche (Foto: Hans-Peter Stadermann)

Als Johann Sebastian Bach im Sommer 1703 nach Arnstadt kam, wusste niemand, wie lange er bleiben würde, aber er war willkommen und fand ideale Ausgangsbedingungen, die auf sein berufliches und privates Leben nachhaltig wirkten. Johann Sebastian lebte inmitten der weitverzweigten und alteingesessenen Bach-Familie und ihrer Verwandten. In Arnstadt erhielt Bach seine erste Organistenstelle, hier hatte er Gelegenheit, seine musikalischen Prägungen auszubauen und zu vervollkommnen, und in Arnstadt erlebte er seine erste Liebe.

Traukirche Johann Sebastian Bach in Dornheim

Arnstadt ist nicht nur Bach-Stadt, weil Johann Sebastian Bach von 1703 bis 1707 hier wirkte, sondern vielmehr, weil die Stadt Heimat und Wirkungsstätte seiner Vorfahren war. „Die Bache", wie die Mitglieder der Musikerfamilie genannt wurden, breiteten sich vom Ende des 16. Jahrhunderts an in ganz Thüringen und darüber hinweg aus und bestimmtem das Musikleben in jener Zeit entscheidend mit.

Durch vier Generationen kann beinahe lückenlos zurückverfolgt und nachvollzogen werden, wie insgesamt elf männliche Bache als Türmer und Hausmann, Musikantenjunge, gräflicher Hofmusikus, Organist an den verschiedenen Kirchen, Instrumentalis in der Hofkapelle, Stadtmusikdirektor, Komponist oder als Instrumentenbauer in der ehemaligen Residenzstadt tätig waren.

Mit großem handwerklichen Können beherrschten und befruchteten sie in einem Zeitraum von über 100 Jahren das Musikleben von Arnstadt.

Hervorgegangen aus den „Arnstädter Bachtagen“ (1990-2004) wird das Bach-Festival-Arnstadt (seit 2005) zu Ehren der Familie Bach mit unterschiedlichen Veranstaltungen über einen Zeitraum von fünf Tagen - rund um den Geburtstag Johann Sebastian Bachs - durchgeführt. Seither konnten Sie viele internationale Konzerthighlights zum Bach-Festival in Arnstadt erleben.

Das Bach-Festival wird unterstützt von:

Veranstaltungsübersicht:

Fr., 17. März, 19.30 Uhr: „Cantate Domino“ (I Vocalisti, Anna Maria Hefele, Quartonal)
Fr., 17. März, 22.00 Uhr: Jazz-Nacht (Meier's Clan)
Sa., 18. März, 10.00 Uhr: „Türen auf für die Kunst“ (Handwerkermarkt)
Sa., 18. März, 10.30 Uhr: Barocke Improvisationskunst (Aleksandra & Alexander Grychtolik)
Sa., 18. März, 11.30 Uhr: „Dem Klang auf der Spur“ (Orgeltour)
Sa., 18. März, 12.00 Uhr: Geistliche Mittagsmusik (A. & A. Grychtolik, Jörg Reddin)
Sa., 18. März, 14.00 Uhr: Arnstadts Bachfamilie (Stadtführung)
Sa., 18. März, 15.30 Uhr: „Willst Du Dein Herz mir schenken?“ (Stadtführung) 
Sa., 18. März, 19.30 Uhr: „Von Bach bis Bernstein“ (Meier's Clan)
Sa., 18. März, 22.00 Uhr: Clubnacht: Bach trifft moderne Sounds
So., 19. März, 10.00 Uhr: Kantatengottesdienst „Actus tragicus“ (Hille Perl, Ensemble La Ninfea)
So., 19. März, 10.00 Uhr: „Türen auf für die Kunst“ (Handwerkermarkt)
So., 19. März, 14.00 Uhr: „Spaziergang nach Dornheim“ Spaziergang mit Maria Barbara
So., 19. März, 17.00 Uhr: „Ecce quam bonum!“ (Hille Perl, Ensemble La Ninfea)
Mo., 20. März, 9.00 & 11.00 Uhr: „Der gestiefelte Kater“ (Kinderprogramm)
Mo., 20. März, 12.00 Uhr: Geistliche Mittagsmusik (Tom Anschütz)
Mo., 20. März, 18.00 Uhr: „Kleine Hände - große Musik“ (Musikschulkonzert)
Di., 21. März, 12.00 Uhr: Geistliche Mittagsmusik (Jörg Reddin)
Di., 21. März, 17.00 Uhr: Hommage an Bach (Hamburger Konzertduo)
Di., 21. März, 19.30 Uhr: „Junge Preisträger“ (Liv Heym & Sebastian Heindl)
Di., 21. März, 21.30 Uhr: Bach-Ehrung