Foto: Heike Günter


Cantate ist zum einen der Beginn des Psalms, zum anderen das, was alle Beteiligten auf verschiedene Weise tun: Singen zur Erbauung des Publikums. Das geschieht virtuos zu viert (Quartonal), klangvoll in größerer Besetzung (I Vocalisti) oder exquisit „besonders“ durch den „Popstar“ des Obertongesangs (Anna Maria Hefele).

Künstler:
Kammerchor I Vocalisti
Obertonsängerin Anna Maria Hefele
Vokalensemble Quartonal

Programmauszug: 
Werke von Johann Sebastian Bach, Clement Janequin, Frederick Bridge, Michael Ostrzyga u.a.

Wann:
Freitag, 17.03.2017, 19.30 Uhr

Dauer: 
ca. 90 Minuten

Ort:
Johann-Sebastian-Bach-Kirche Arnstadt

Kartenpreise:
Kategorie 1: 39,00 €
Kategorie 2: 34,00 €
Kategorie 3: 29,00 € 

 

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Das ist I Vocalisti:

Der Kammerchor I Vocalisti besteht, je nach Projekt, aus 20 bis 60 stimmlich und musikalisch vorgebildeten Sängerinnen und Sängern aus Norddeutschland, die sich zusammengefunden haben, um auf professionellem Niveau anspruchsvolle geistliche und weltliche Chormusik zu erarbeiten. Seit seiner Gründung 1991 trat das Ensemble in zahlreichen Konzertreihen auf und war Preisträger bei nationalen und internationalen Chorwettbewerben, u.a. 1. Bundespreisträger beim 6. Deutschen Chorwettbewerb 2002 und 1. Preisträger beim Int. Kammerchorwettbewerb in Tolosa, Spanien, 2004 sowie in Cork, Irland, 2009. Außerdem produzierten Rundfunk (NDR) und Fernsehen (ARD) sowie die Labels Carus, Rondeau und Sony Aufnahmen mit I Vocalisti. Das Ensemble gibt Konzerte im Rahmen bedeutender Festivals, u.a. dem „Schleswig-Holstein Musik Festival“ und dem „Festival des Choeurs lauréats“. In Crossover-Projekten mit der dänischen Weltmusik-Band Afenginn oder den Klazz-Brothers nutzt der Chor regelmäßig die Möglichkeit, das Spektrum der musikalischen Arbeit zu erweitern. Als Gast in Meisterkursen arbeitete I Vocalisti mit Dirigenten wie Volker Hempfling, Frieder Bernius und Malcolm Goldring. Prägend war zudem die Zusammenarbeit mit Komponisten und Dirigenten wie Ugis Praulins, Eric Whitacre, Ola Gjeilo und Christoph Eschenbach.

 

Foto: Anna S Photography

Das ist Anna Maria Hefele:
Anna-Maria Hefele ist Obertonsängerin, Stimmkünstlerin und Sängerin und spielt Harfe und Nyckelharpa. 2014 schloss sie ihr Studium der Elementaren Musik- und Tanzpädagogik mit Hauptfach Gesang am Carl Orff Institut des Mozarteum Salzburg ab. Seit 2005 beschäftigt sie sich intensiv mit dem Obertongesang (Stimmtechnik, bei der der Eindruck erweckt wird, dass eine Person zwei Töne zur selben Zeit singt), erste Kompositionen für Obertonstimme solo entstanden ab 2006. Ebenfalls ab 2006 begann sie mit dem Bau von Musikinstrumenten für den Eigenbedarf wie Didgeridoo, Schwegel (alpenländische Querflöte aus Holz ohne Klappen mit sechs Grifflöchern), Okarina, Fozhobel (alpenländische Panflöte), Barock-Traversflöte, böhmische Hakenharfe.

Anna-Maria ist Obertonsolistin in verschiedenen Ensembles, wie  „Supersonus- The European Resonance Ensemble“, „The Lady & The Cat“ und im „Orchester der Kulturen“. Seit 2015 ist sie Musikerin in der Frauen-Zirkusshow „Gynoides Project“ in Schweden. Im Jahr 2013 wirkte sie mit in der Tanztheaterproduktion „Die Füße und Ohren der Engel - Leben mit Ersatzteilen“ von Yvonne Pouget und in 2014 ist sie ebenfalls im Team für ihre aktuelle Tanztheaterproduktion „La Cattedrale Nel Vento“. Von 2010 bis 2012 war sie als Sängerin und Obertonsängerin für das Stück „Garden of Other“ von Dominique Dumais beim Ballett des Nationaltheater Mannheim engagiert. Anna-Maria Hefele sang im Deutschen Jugendkammerchor (Robert Göstl), im Obertonchor München (Matthias Privler) und beim Europäischen Obertonchor (Steffen Schreyer / Wolfgang Saus). Auch ist sie Mitglied bei den Garchinger Pfeifern unter der Leitung von Dr. Gerd Pöllitsch, die sich der ursprünglichen alpenländischen Volks- und Pfeifermusik widmen.

Als Musikpädagogin leitet sie Workshops für Obertongesang, Jodeln und Stimmimprovisation. Von 2005 bis 2009 absolvierte sie eine Ausbildung zur Anschauungsmodellbauerin beim Deutschen Museum München, die sie als Jahrgangsbeste der Bundesrepublik Deutschland abschloss. Sie arbeitet immer noch gerne handwerklich, wenn auch jetzt eher um Musikinstrumente zu bauen; ihre Eltern sind beide Musikinstrumentenbauer.



Das ist Quartonal:
Quartonal wurde 2006 von vier ehemaligen Mitgliedern der Chorknaben Uetersen gegründet und zählt heute zu den besten klassischen Vokalensembles Deutschlands. Das Quartett deckt mit seinem Repertoire einen Großteil des Spektrums ab, welches die internationale A-cappella-Literatur für ihre Besetzung hergibt: Renaissance-Madrigale, Werke der Romantik und zeitgenössische Kompositionen, teilweise speziell für Quartonal geschrieben, gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie Close Harmony und Pop-Arrangements. Eine rege Konzerttätigkeit führte das Ensemble bereits in alle Teile Deutschlands sowie nach Frankreich, Polen, die Slowakei, Italien, Spanien und Taiwan und zu zahlreichen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem MDR Musiksommer, der Internationalen A-cappella-Woche Hannover und den Meraner Musikwochen.

2010 konnte das junge Quartett beim Deutschen Chorwettbewerb in Dortmund den 1. Preis in der Kategorie „Vokalensembles“ gewinnen und wurde mit dem Prädikat „mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“ ausgezeichnet. 2012 gewann Quartonal beim „Internationalen A-cappella-Wettbewerb“ Leipzig und beim renommierten Wettbewerb „Tolosako Abesbatza Lehiaketa“ in Tolosa (Spanien) jeweils den begehrten Publikumspreis sowie mehrere Jurypreise. Quartonal arbeitet eng mit Komponisten und Arrangeuren wie Philip Lawson (ehemaliges Mitglied der King’s Singers), Graham Lack (München), Tobias Forster (Dresden), Fredo Jung, Juan García (beide Leipzig), Christoph Gerl (Lübeck) und Patrick Prestel (München) zusammen. Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielten die Sänger durch die King’s Singers. Im Herbst 2013 erschien die erste Quartonal-CD bei Sony Classical, die sich mit englischer Vokalmusik der Spätromantik und der Moderne beschäftigt.


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