16. Jul

Gästeführer und Dr. Benedikt Schubert

Samstag, 16.Juli 2022, 13:00 Uhr
Treffpunkt Bachdenkmal

Stadt- und Museumsführung

Begleiten Sie den erfahrenen Stadtführer auf seinem Streifzug entlang der Bachstätten und seien Sie gespannt auf seine Geschichten.

Nachdem Sie durch Arnstadts Innenstadt geführt wurden, übernimmt der Kurator der Bachausstellung Herr Dr. Benedikt Schubert. Er wird Sie durch die Ausstellung im Schlossmuseum führen und steht anschließend für Fragen und zum Gedankenaustausch zur Verfügung.

Die im November 2019 eröffnete Dauerausstellung „Hörbarer Glaube. Johann Sebastian Bach in Arnstadt“ setzt neue Akzente. Gezeigt wird Bachs Leben und Schaffen als junger Organist in dem Beziehungsgeflecht von zeittypischen Einflüssen um 1700. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Bachs alltägliche Lebensumwelt und den Einfluss von Frömmigkeit und Theologie der lutherischen Spätorthodoxie gelegt. Die Ausstellung lädt dazu ein, insbesondere die Orgelchoräle Johann Sebastian Bachs in Beziehung zu diesen Einflüssen einmal ganz anders zu hören.

Dauerausstellung: Hörbarer Glaube. Johann Sebastian Bach in Arnstadt

Mit der Ausstellung im Schlossmuseum Arnstadt, dem einstigen Wohnpalais der Fürstin Elisabeth Albertine und ihrem Gemahl, Fürst Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen, soll deutlicher als bisher gezeigt werden, wie die Arnstädter Erfahrungen das Wirken Johann Sebastian Bachs in seinen weiteren Lebensstationen prägten und bis in die Gegenwart Generationen von Menschen tief beeindruckt. Er gilt für viele als gleichbedeutend mit Orgelmusik von einzigartiger Virtuosität und geistiger Tiefe. Arnstadt in den Jahren 1703 bis 1707 ist die maßgebliche erste Station für die künstlerische Entwicklung des Organisten und Komponisten: Hier hatte er seine erste Organistenstelle und verwirrte mit seiner kunstvollen Liedbegleitung die Kirchgemeinde. 

Arnstadt ist nicht nur Bach-Stadt, weil Johann Sebastian Bach von 1703 bis 1707 hier wirkte, sondern vielmehr, weil die Stadt Heimat und Wirkungsstätte seiner Vorfahren war. Ein Stammbaum der Bachfamilie verweist auf die verwandtschaftlichen Beziehungen.

Schwerpunkte der Ausstellung sind Bachs Orgelprobe, sein Dienst an der Neuen Kirche und das religiöse Leben um 1700. Herausragendes Exponat ist der originale Orgelspieltisch der Wenderorgel von 1703. Weiterhin vermittelt die Ausstellung Theorie, Biographik und klingende Bezüge zu dem Werk Johann Sebastian Bachs hinsichtlich von Liederkommentaren in hymnologischen Schriften der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Besucher haben die Möglichkeit, musikalische Frühwerke aus der Arnstädter Zeit Johann Sebastian Bachs zu hören. Ein Raum ist der Komposition „Nun komm, der Heiden Heiland“ BWV 659 gewidmet. Mit visuell unterstützten Hörbeispielen wird eine Möglichkeit geschaffen, das in der Komposition ausgedrückte zeittypische Verständnis des Lutherchorals bis ins Detail hinein zu verfolgen.

Weitere Informationen

Wir empfehlen an die Witterung angepasste Kleidung und das Tragen von festem Schuhwerk. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei.

Dauer

ca. 2,5 Stunden

Ticketpreise

12,00 €
Die Ticketpreise sind gültig in der stationären Vorverkaufsstelle Tourist-Information Arnstadt.